Grußwort des Städteregionsrats Helmut Etschenberg zum 12. Multikultifest am 3.07.2011 im Kennedypark, Aachen

 

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

liebe Besucher des Multi-Kulti-Festes,

das Motto der StädteRegion bringt es auf den Punkt: „Weil es gemeinsam besser geht“, gilt nicht nur für die Verwaltung der 10 beteiligten Kommunen sondern vor allem für die rund 570.000 Menschen, die hier leben. Schlesier, Spanier, Italiener und Türken prägten als „Kumpels im Bergbau“ die Entwicklung dieser Region in unmittelbarer Nachbarschaft zu Belgien und den Niederlanden. Wir haben dadurch schon früh gelernt, wie wichtig das friedliche Zusammenleben aller Kulturen für die demokratische Entwicklung der Gesellschaft ist. Aus Gästen sind längst Mitbürger geworden. Nichts desto trotz zeigen aktuelle Entwicklungen, dass wir nicht aufhören dürfen, klare und präzise Botschaften zu formulieren: Für jedwede Form von Fremdenfeindlichkeit, Extremismus, Rassismus und Fundamentalismus ist kein Platz in der StädteRegion Aachen!

Aus diesem Grund bin ich gerne mit dabei, wenn sich Menschen aller Herren Länder inzwischen schon zum 12. Mal zum Multi-Kulti-Fest treffen, um gemeinsam zu feiern und Brücken zwischen den Kulturen zu bauen. Dabei ist die Sprache immer wieder ein wichtiger Schlüssel, um das Miteinander zu fördern. Deshalb unterstützen wir Sprachförderung schon im Kleinkindalter (Projekte „Rucksack und Koala“) und zeichnen Initiativen und Vereine aus, die in diesem Sinne aktiv sind.

Ein neues Instrument neben dem Miteinander-Förderpreis ist dabei die Auszeichnung für Zivilcourage, den die politische Vertretung der StädteRegion Aachen beschlossen hat. Mit ihm werden Menschen geehrt, die sich engagiert und couragiert zum Schutz von Kindern, alten oder behinderten Menschen, Migranten oder Andersdenkenden eingesetzt haben.

Doch wir alle können noch viel mehr tun, indem wir uns für unsere ausländischen Mitbürger und die verschiedenen Kulturen und Religionen interessieren, ihnen vorurteilsfrei, offen und neugierig begegnen. Gemeinsam sollten wir uns fragen, was wir von anderen Kulturen lernen können. Nicht nur wir Deutsche können hierauf eine Antwort finden. Auch Zugewanderte sollten sich zu ihrem neu gewählten Kulturkreis Gedanken machen, ohne ihre eigenen Wurzeln aufzugeben.

Tradition, Religion und Muttersprache sind wichtig. Deshalb braucht Integration auch Raum, um Kultur und wachsende Gemeinsamkeit erleben zu können. Einen Beitrag dazu bietet das Multi-Kulti-Fest. Nehmen Sie dieses Fest als zwanglose Begegnung zwischen den Kulturen wahr, als Erweiterung Ihres Blickfelds auf die Vielfalt unserer heutigen Gesellschaft.

Allen Organisatoren und Gästen wünsche ich viel Freude und gute Gespräche.

Ihr Helmut Etschenberg,

Städteregionsrat